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Veteranentreffen "Siebengebirgs-Classic" 2010
 
(blu) Nachdem die Veteranen-Freunde Siebengebirge 1983 e.V. (VFS) bei ihrem letzten Treffen 2008 auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblickten, konnten sie in diesem Jahr mit dem 15. Treffen erneut ein kleines Jubiläum feiern. Und das taten sie dann auch ausgiebig bei strahlendem Sonnenschein, vom 25.-27. Juni 2010, wie immer in Gratzfeld.
 
Damit die VFS dieses Fest nicht allein feiern mussten, war im Vorfeld fleißig die Reklametrommel gerührt worden. Dazu gehört, dass die VFS rege die Veranstaltungen befreundeter Vereine besuchten, gezielte Plakatierung und eine gute Zusammenarbeit mit der Presse. Ein weiterer Pluspunkt war, dass die Hercules Wankel Interessen-Gemeinschaft Deutschland gleichzeitig ihr Treffen bei dieser Veranstaltung der VFS abhielt.
 
So war es kein Wunder, dass bereits am frühen Freitagnachmittag die ersten Gäste erschienen und ihre Zelte auf der Wiese aufschlugen. Trotz der Hitze wurde das Lagerfeuer schon früh entfacht, wurde aber erst später bei Einbruch der Dunkelheit richtig genutzt. Im Laufe des späten Nachmittags füllte sich der Festplatz immer mehr. Begrüßen konnten die VFS auch den Bürgermeister der Stadt Königswinter, Peter Wirtz, der es sich trotz vieler Verpflichtungen nicht hatte nehmen lassen auch einmal vorbei zu schauen.  
   
Das war ihm sehr wichtig, da er seit einem halben Jahr auch Mitglied bei den VFS ist. Als Live-Musik spielte am Freitagabend die Aegidienberger Band "HEIZEFEIZE". Das ist eine junge Truppe, die sich als Solisten zu einer Band zusammen gefunden haben. Sie spielen viele Musikstücke mit einem eigenen Sound, häufig unter der Verwendung von Saxophon und Querflöte. So ging der Freitagabend bei guter Stimmung bis zum frühen Samstagmorgen.   
   
Der Samstag begann mit dem obligatorischen Frühstück. Nach und nach trafen auch die letzten Anreisenden ein. Gegen 13.00 Uhr wurde dann die Rundfahrt gestartet. 85 Fahrzeuge waren dazu gemeldet worden. Auf dem ca. 70 Kilometer langen Rundkurs mussten zwei Kontrollpunkte angefahren werden, bei denen kleine Aufgaben gelöst werden sollten. Außerdem hatten die Teilnehmer bei der Nennung einen Fragebogen erhalten, in dem diverse Fragen touristischer sowie technischer Art aufgeführt waren, die nach Möglichkeit richtig beantwortet werden sollten.   
     
   
     
  Mit Ausnahme von einem Fahrzeug mit Zündungsproblemen verlief die Ausfahrt ohne besondere Vorkommnisse. Das liegengebliebene Fahrzeug wurde vom Lumpensammler aufgeladen und zum Festplatz transportiert. Hier wurde der Schaden anschließend behoben.   
     
  Um 20.00 Uhr fand im Festzelt die Siegerehrung mit Pokalverleihung statt. Diese Verleihung wurde von dem Schirmherrn der Veranstaltung, Dr. h.c. Ferdinand Templin, vorgenommen. Insgesamt 19 Pokale wurden überreicht. Diese Pokale sind alles Unikate und werden von einigen Mitgliedern der VFS in Handarbeit hergestellt. Es sind Getriebe- oder Motorenteile von Oldtimern, die auf Holzsockeln befestigt sind.   
     
   
       
  Über diese Pokale konnten sich folgende Besucher freuen:  
       
  Platzierung Vorkriegsfahrzeuge

Hans-Georg Stein aus Hanau
NSU TS 501, Baujahr 1928

Heiner Brinkmann aus Langenfeld
Hercules Baujahr 1933

Paul Curvers aus Schimmert/NL
Ardie 3500, Baujahr 1939

 

 
       
   

Platzierung Nachkriegsfahrzeuge

Ortwin Becker aus Wildeck
Motorroller Zündapp Bella

Ulli Becker aus Brockscheid
NSU Max

Wilfried Knecht aus Weisel an der Loreley
MAICO B250

 

 

     
  Platzierung bei den Wankelmotorrädern Wolfgang Dingeldun aus Wallmeroth
Wilfried Kuhlemann aus Rhauderfen/'Ostfriesland
Peter van Eckereld aus den Niederlanden
 
       
  Pokal für die größte zur Rundfahrt 
gemeldete Gruppe
Zuidlimburgse Heuvel-Run voor oude Motoren aus den Niederlanden mit neun Meldungen  
       
   
       
 

weitere Pokale bekamen

Steffen Kühling aus Königswinter
Nuk Janssen aus Kerkrade/NL
Gottfried Otten aus Daun
Ute Stein aus Hanau
Sabine Trapp aus Koblenz

 
       
   
       
  Einen Sonderpokal für langjährige intensive Kontaktpflege innerhalb der Veteranenszene erhielt Achim Samorei aus Papenburg.  
       
   

Erwähnenswert ist auch der Pokal für die weiteste Anreise. Die hatte mit über 1.000 Graham Willshaw aus Großbritannien mit einer Norton Wankel. 

 
       
  Den Helferpokal für Vereinsmitglieder ging in diesem Jahr an Karl-Josef Gilgen für seinen unermüdlichen Einsatz für den Verein.  
     
  Nach der Pokalverleihung spielte die in Eudenbach bestens bekannte Band "Little Jukebox" zur Unterhaltung und zum Tanz auf. Eine Jugendtanzgruppe aus Buchholz sorgte ebenfalls für die Unterhaltung der Gäste. Der Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Amazonen aus Eudenbach. Diese jungen Frauen um ihre Chefin Conny Scheuer sorgten mit ihrem Tanz für wahre Begeisterungsstürme. Sie durften auch erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen.

Der Abend endete für Viele, wie bei den Veteranen üblich, erst am frühen Morgen.

 
       
  Sonntagmorgen nach dem Frühstück begann für die ersten Besucher die Abreise. So führen die Besucher nach und nach wieder nach Hause. 
Es waren erneut wieder Gäste aus fast allen Bundesländern und dem benachbarten Ausland wie Niederlande und Luxemburg und sogar ein Motorrad aus Großbritannien zu Besuch gewesen. Das war aber nicht das Ende der Veranstaltung, denn diese ging fröhlich weiter. Laufend kamen neue Besucher mit Oldtimer-Motorrädern, -Autos und -Traktoren, so dass es teilweise schon eng auf dem Platz wurde. 
 
       
Aber es kamen nicht nur Oldtimerfahrer, sondern auch viele Besucher mit modernen Fahrzeugen kamen, um sich das Spektakel wieder einmal anzusehen. Und es gab auch viel zu sehen. Dadurch, dass die Hercules Wankel IG mit dabei war, standen auch zahlreiche Motorräder mit einem Wankelmotor auf dem Platz. 

Viel bestaunt wurde ein Wolf Rasenmäher, der ebenfalls mit einem Wankelmotor ausgestattet war. Nach Aussage des Besitzers ist das sein Mäher, mit dem er zu  Hause seinen Rasen bearbeitet. Erstaunt waren die Besucher auch, wenn sie von den "Wankelleuten" hörten, dass es auch Kettensägen mit Wankelmotor gibt. 

Ebenfalls staunten viele Besucher über ein russisches Motorrad mit Wankelmotor.

 
     
So war es für alle Besucher, und natürlich auch für die VFS, wieder ein schönes Fest, wobei Petrus mit dem strahlenden Sonnenschein einen großen Anteil hatte. Jetzt ist für zwei Jahre Ruhe, bis dann das 16. Treffen im Jahre 2012 wieder in Gratzfeld stattfindet.

Karl-Heinz Bluhm, 28. Juni 2010

 
aktualisiert 29. Juni 2010  
  Kontakt und Auskünfte: Werner Weber  Telefon: 02645 - 3386